Schweizer Gitzifleisch – ein Naturprodukt

Das Ostergitzi

Der Brauch, aufgrund seiner Reinheit vor allem an Ostern Gitzifleisch zu essen, entstammt der christlich-abendländischen Tradition. Am stärksten wird dem heute im Tessin nachgelebt. Das Brunstverhalten der Ziegen begünstigt Geburten Anfang Jahr, sodass die Gitzi vor Ostern schlachtreif sind. Was früher häufig als ein «Arme- Leute-Festessen» galt, ist heute längst zu einer raren Spezialität geworden. Das Ostergitzi ist vielerorts bereits ab Februar, spätestens aber ab Palmsonntag und bis Pfingsten erhältlich. Das Fleisch der Ostergitzi ist hell und zart.

Das Herbstgitzi

Beim Herbstgitzi, auch Alp- oder Berggitzi genannt, handelt es sich um das qualitativ beste Ziegenfleisch. Aufgrund des Bedürfnisses, über das ganze Jahr melken und Ziegenkäse anbieten zu können, werden Gitzi vermehrt auch in anderen Jahreszeiten geboren. Dies ermöglicht vielen Jungtieren, den Sommer über auf den Alpweiden der Schweizer Berge zu verbringen, wo sie sich an den saftigsten Kräutern gütlich tun können. Dadurch wird das Fleisch rötlicher, kräftiger und aromatischer, bleibt aber dennoch feinfaserig und zart. Die Herbstgitzi tragen zum Erhalt der gefährdeten Rassen bei.

 

Die Nährwerte von Ziegenfleisch

Gitzi- und Ziegenfleisch enthält nur wenig Fett, ist cholesterinarm und deshalb gesund. Fleisch vom Gitzi ist lecker und äusserst bekömmlich. Es ist mild und hat nur wenige Kalorien.

Ziege (Durchschnitt), roh: Nährstoffgehalt pro 100 g essbarem Anteil

Energie kcal / kJ Kohlenhydrate Protein (Eiweiss) Cholesterin
148,9 / 623 0,0 g 19,5 g 70 mg
Fett total Gesättigte
Fettsäuren
Einfach ungesättigte
Fettsäuren
Mehrfach ungesättigte
Fettsäuren
7,9 g 3,6 g 3,3 g 0,4 g
 
 
 
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